Global 3000: Das Globalisierungsmagazin
Global 3000 - das Globalisierungsmagazin auf DW zeigt, was uns heute bewegt - wie Menschen mit den Chancen und Risiken der Globalisierung...Business
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22:03:00 11/19/12
Global Snack: Bangladesch
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In Nordindien nennt man sie Panipuri, in Bangladesch heißen sie Fuchka. Die kleinen Teigbällchen werden frittiert, wobei sie sich mit Luft aufblasen. Danach öffnet man sie vorsichtig und füllt den entstandenen Hohlraum mit Gemüse, Fleisch oder Fisch. Auf dem Nilkhet-Platz in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka haben wir Mohammed getroffen. Er ist erst 14, verdient aber schon Geld mit seinem eigenen Fuchka-Stand.
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22:03:00 11/19/12
Kolumbianische Milchbauern und die europäische Konkurrenz
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In Kolumbien gibt es 500.000 Kleinbauern, viele davon verdienen ihr Geld in der Milchwirtschaft. Und viele haben nur ein oder zwei Kühe. Diese Bauern müssen nun um ihre Existenz fürchten, denn sie erhalten harte Konkurrenz: Ein Freihandelsabkommen soll der europäischen Landwirtschaft den Milchexport nach Kolumbien erleichtern. Während sich die Kuh im kolumbischen Hochland selbst ihr Futter suchen muss, sind die europäischen Kühe hochgezüchtete Leistungsmaschinen, die im Durchschnitt 18 Liter Milch am Tag geben. Die Tiere der kolumbianischen Landwirtin Blanca Mireya geben - ohne Hormone und Kraftfutter - gerade mal 5 Liter. Das Freihandelsabkommen soll den europäischen Bauern neue Absatzmärkte erschließen, denn in Europa wird immer noch zu viel Milch produziert. Im Gegenzug verpflichtet sich die Europäische Union, unter anderem größere Mengen Bananen zu importieren.
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22:03:00 11/19/12
Saudi-Arabien - Fußballspielen mit Kopftuch
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Frauen-Fußball in der arabischen Welt - ungezwungen Kicken, einfach aus Spaß am Sport - geht das? Im Iran dürfen Frauen nur Fußball spielen, wenn sie dabei ein Kopftuch tragen. Und den Ladies aus Saudi Arabien ist es erst seit kurzem erlaubt, überhaupt Fußball zu spielen - aber nur ohne männliche Zuschauer. Nun haben 30 Frauen einen der ersten saudi-arabischen Fußballclubs gegründet. Er heißt Attahadi: Herausforderung. Sie haben ihn so genannt, weil es für Frauen in Saudi Arabien immer noch nicht ganz ungefährlich ist, Fußball zu spielen. Zurzeit trainieren sie noch auf dem Hinterhof eines Teammitglieds, aber auf lange Sicht gesehen wollen sie alle Frauen - und auch die Männer - im Land davon überzeugen, dass Sport eine großartige Sache ist. Zum Zuschauen, für die Gemeinschaft und das eigene Körpergefühl.
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22:03:00 11/12/12
Nigeria: Die Ölpest im Niger-Delta
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Nigeria gehört zu den Ländern mit den größten Erdölvorkommen weltweit, rund 80 Prozent der Staatseinnahmen stammen aus dem Export von Öl und Gas. In Port Harcourt brennt es Tag und Nacht. Mehr als 120 Gasfackeln stehen im Nigerdelta. Die meisten gehören Shell, einem der größten Energie-Unternehmen der Welt. Hier wird das Erdgas verbrannt, das nach oben kommt, wenn Öl gefördert wird. Eine billige Methode, um mit dem unerwünschten Nebenprodukt fertig zu werden. Anderswo ist das Abfackeln längst verboten, weil Treibhausgase und krebserregende Schwermetalle freiwerden. Dabei ist das Abfackeln nur eine Begleiterscheinung der Umweltkatastrophe im Delta. Ein Ölfilm liegt auf dem Wasser, Vögel sterben, Fische gibt es hier längst nicht mehr. Klebrige Ölklumpen schwappen auf die Felder, es stinkt nach Petroleum. Über 6000 Kilometer Ölpipelines durchkreuzen das Nigerdelta. Der Großteil ist völlig veraltet. Wegen der Lecks und der immer häufigeren Öldiebstähle kommt es im Durchschnitt fünf Mal pro Woche irgendwo in dem weit verzweigten Netz aus Flüssen zu einer Öl-Havarie. Als die Fische ausblieben, haben sich viele der Menschen im Delta auf einen gefährlichen Job eingelassen: Sie zapfen die maroden Ölleitungen an und stellen mit abenteuerlichen Konstruktionen selbst Benzin her.
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22:03:00 11/12/12
Afghanistan: Wie Kooperativen mehr Stabilität schaffen
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Ausländische Truppen bereiten sich darauf vor, dass Land zu verlassen, doch befriedet ist Afghanistan noch lange nicht. Aktuelle Studien über die Zukunft Afghanistans fallen pessimistisch aus. Laut dem Bericht der International Crisis Group drohe der afghanischen Regierung nach dem Abzug der internationalen Truppen ein Scheitern. Umso wichtiger sind Aufbauprogramme, die Arbeitsplätze schaffen. Der International Fund for Agricultural Development (IFAD) hat in der östlichen Provinz Nangarhar nahe der pakistanischen Grenze den Aufbau mehrerer Kooperativen unterstützt. In einer neuen Fabrik wird bald die produzierte Milch weiterverarbeitet. Arbeitsplätze - auch für Frauen - wurden geschaffen. Das führt zu mehr Stabilität in der Region.
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22:03:00 11/12/12
Klima Bolivien: Wasser für La Paz
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Der Großraum La Paz/El Alto soll in den kommenden 20 Jahren auf 8 Millionen Menschen anwachsen, so eine aktuelle Studie. Bereits heute reicht in den Trockenperioden das Wasser aus den Bergen für die beiden Großstädte kaum aus. Die Regenzeiten sind durch den Klimawandel nicht mehr verlässlich kalkulierbar. Um langfristig die Versorgung mit sauberem Wasser für die 4000-Meter hoch liegende Region zu sichern, muss das Wassermanagement rund um die 6 Andengletscher den klimatischen Veränderungen angepasst werden. Dazu arbeitet die Stadtverwaltung von La Paz mit der Umweltorganisation "The Nature Conservancy",TNC zusammen. Die Umweltorganisation wird in den kommenden 3 Jahren mit Geldern aus der Internationalen Klimaschutz-Initiative helfen den Schutz des Ökosystems in den Wassereinzugsgebieten im Norden der Städte zu sichern. Dazu gehört Aufklärungsarbeit in den Kommunen. Die Bevölkerung soll den Schutz der Torflandschaften unterhalb der Gletscher unterstützen und ihre Tierhaltung nachhaltig umstellen: Lama- statt Schafzucht; die fressen die wichtigen Grasnaben nicht weg. Auch soll das empfindliche Ökosystem erhalten bleiben. All das soll dazu betragen, die Wasserversorgung für den Großraum La Paz/El Alto langfristig zu sichern.
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22:03:00 11/12/12
Wohnzimmer Liverpool
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Patrick und James und die Katze Ernesto wohnen gemeinsam in einem typischen englischen Vorstadthaus in Liverpool. Die beiden haben als Assistenzärzte wenig Freizeit und freuen sich, wenn sie am Wochenende einfach mal in Ruhe Fußball schauen können. Am besten, wenn dazu ein Feuer im Kamin brennt.
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22:03:00 11/05/12
Fragebogen: Sri Lanka
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Wir sind zu Gast in Sri Lanka. Dort besuchen wir den 28 jährigen Raja, der mit seinem Boot Delfintouren anbietet. Er genießt sein Leben auf dem Meer, macht sich aber auch Sorgen über die Verschmutzung, die Schiffe im Meer hinterlassen haben. Denn Wale und Delfine leiden unter dem Müll.
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22:03:00 11/05/12
Spanien: geplatzte Träume der Migranten
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Anders als die Banken erhalten die Betroffenen der Immobilienkrise in Spanien kein Rettungspaket. Viele verlieren ihre Wohnungen und müssen zudem lebenslang Schulden abzahlen - für nichts. Besonders hart trifft es die vielen während des Baubooms zugewanderten Südamerikaner. Eine halbe Million Ecuadorianer arbeiteten in Spanien, jetzt verlassen sie in Scharen das Land. Zeitungen sprechen von einer "sozialen Zeitbombe". Auch Hipatia Condor kehrt mit ihrer Familie zurück, mit nichts in den Händen. Für ihre Eigentumswohnung haben sie in den letzten zehn Jahren 100.000 Euro abbezahlt, doch nach Auskunft der Bank seien damit gerade mal die Zinsen abgedeckt. Nun will die Bank die Wohnung zwangsräumen lassen, was die Familie aber nicht von den Schulden befreien wird. Für die Differenz, die durch den Wertverlust entstanden ist, muss sie trotzdem aufkommen. So will es das Gesetz in Spanien. Die Regierung unterstützt die Rückkehrwilligen mit Zuschüssen, für viele ist das aber nicht genug. Sie fühlen sich von den Behörden alleine gelassen.
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22:03:00 11/05/12
Gemeinsam gegen Bodenerosion - deutsche Landwirte in Georgien
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Weniger Regen infolge des Klimawandels und starker Wind im Hochgebirge führen zur massiven Bodenerosion in Georgien. Waldrodungen und Überweidung zu Sowjetzeiten verstärken das Problem. Ernteeinbußen bis zu 40% sind das Resultat. Jetzt helfen deutsche Landwirte ihren georgischen Kollegen mit Erfahrung und technischem Know How, den Boden vor Erosion zu schützen. Eine Reise georgischer Bauern nach Deutschland mit wird ergänzt durch regelmäßige Besuche deutscher Kollegen in Georgien. Dabei wird geschaut und geschult: neue Aussaat und Bodenbearbeitung sowie das Pflanzen von Windschutzstreifen zum Erosionsschutz sind konkrete Maßnahmen. Ziel des Projektes ist es, neben der Anpassung an den Klimawandel, ländliche Regionen Georgiens zu stärken und damit die Armut im Land zu bekämpfen.
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22:03:00 10/22/12
Beton gegen Raubfang - Meeresschutz auf Italienisch
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Paolo Fanciulli, Fischer in dritter Generation hat eingesehen, dass sich das Meer nicht beliebig ausbeuten lässt und hat umgedacht. Der Italiener lebt vom Meer und seinen Bewohnern. "Nutzen und Schutz müssen sich die Waage halten", sagt er und führt die Touristen bei seinen morgendlichen Fang-Touren hinaus aufs Meer um ihnen die Probleme der Meere deutlich zu machen. Die Überfischung der Weltmeere ist auf lange Sicht nicht nur ein Drama für die Artenvielfalt, sie bedroht auch die Lebensgrundlage von Millionen Menschen. Allein in den europäischen Gewässern gelten über 80 Prozent der Fischbestände als überfischt. Alarmierend auch, dass 40 Prozent der weltweiten Fänge als sogenannter Beifang tot oder sterbend zurück ins Meer geworfen werden. Ursächlich hierfür sind die Fangmethoden mit engmaschigen Treib- und Schleppnetzen. Fanciulli kämpft seit Jahren gegen die Schleppnetzfischerei. Sein bisher größter Erfolg: Er konnte die Behörden dazu bringen, hunderte Betonklötze im Meer zu versenken an denen die Schleppnetze zerreißen. Viele Küstenfischer der Region Maremma sind inzwischen dem Beispiel Paolos gefolgt und wenden nachhaltige Methoden des Fischfangs an.
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22:03:00 10/22/12
Gefährliche Mücke - Kenias Kampf gegen Malaria
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Im kenianischen Hochland breitet sich die Malaria immer weiter aus. Dass der Klimawandel eine Ursache dafür ist, zeigt sich daran, dass nachts die Temperaturen nur selten unter 16 Grad fallen und es häufiger regnet. Das sind optimale Lebensbedingungen für die Malaria-Mücke, die sich so noch ungestörter vermehren kann. Vor allem auf den kenianischen Teeplantagen werden die Arbeiter nun häufiger krank. Die Ergebnisse förderte ein internationales Forscherteam zutage. Seit den 1970er-Jahren ist der Studie zu Folge die Zahl der Erkrankungen um bis zu achtmal höher als früher. Um die Menschen an die neue Situation anzupassen, schult die Weltgesundheitsorganisation die Menschen, Warnsignale für Malaria-Epidemien früher zu erkennen und vorzubeugen. Die Nichtregierungsorganisation "Kenyan Allianca Against Malaria" verteilt Moskitonetze, sprüht Moskitomittel und baut lokale Gesundheitszentren mit auf. Sie schulen auch Kinder, die mit ihrer eigenen Rap-Musik den Mitschülern den richtigen Umgang mit Moskitonetzen beibringen sollen.
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22:03:00 10/22/12
Global Snack - Vitamine aus Kolumbien
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An der Nationalstraße 45 von Kolumbiens Hauptstadt Bogota in den Norden nach Santa Marta befindet sich am Straßenrand der beliebte Obstladen von Kemide Rodriguez. Der Kolumbianer versorgt Trucker, Bauern und Touristen mit frischen und gesunden Früchten - die meisten davon preist er auch als Heilmittel gegen Diabetes, Rheuma und Erkältungen an.
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22:03:00 10/22/12
Bittere Wahrheit - Pharmaindustrie versus globale Gesundheitsversorgung
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Die Arzneimittelversorgung in weiten Teilen der Welt ist nach wie vor mangelhaft. Hohe Preise erschweren oft den Zugang. Generika, also günstige Kopien teurer Originalpräparate können häufig helfen. Viele Generika kommen aus Indien und Indien hat jetzt sein Patentrecht noch weiter gelockert. Sehr zum Ärger der Pharmaindustrie und zur Freude von humanitären Organisationen. Trotzdem erschweren steigende Arzneimittelpreise und zurückgehende internationale Hilfszahlungen die medizinische Versorgung auch weiterhin. Bei Global 3000 nimmt Norbert Gerbsch vom Verband der Deutschen Pharmaindustrie zum Vorwurf Stellung, die moderne Pharmaindustrie tue zu wenig für eine globale Gesundheitsversorgung. Christian Wagner-Ahlfs, Experte für Arzneimittelforschung seinerseits fordert einen stärkeren finanziellen und forschungstechnischen Einsatz der Konzerne bei der weltweiten Bekämpfung von Epidemien und Seuchen in den Ländern der südlichen Hemisphäre.
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22:03:00 10/15/12
Bollywood Karaoke - wie in Indien Lieder beim Lesen lernen helfen
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Bollywood-Songs vor dem Fernseher mitsingen - und dabei scheinbar mühelos Lesen und Schreiben lernen. Mit einer Methode, die nach Tausendundeiner Nacht klingt, will der indische Social Entrepreneur Brij Kothari (47) ganz Indien alphabetisieren. Der Trick: Die Lieder sind in derselben Sprache untertitelt, in der sie auch gesungen werden. Mit seinem SLS (Same-Language-Subtitling)-Verfahren wendet sich Kothari vor allem an etwa 300 Millionen Inder, die trotz mehrjähriger Schulbildung nicht sicher lesen und schreiben können. Studien belegen, dass Menschen, die früher kaum ihren Namen schreiben konnten, mit seiner Methode innerhalb von einigen Jahren sogar Zeitung lesen können. Mit seiner Organisation PlanetRead liefert Kothari Untertitelungen für Filme in bisher 10 indischen Sprachen. PlanetRead wird unter anderem von der Google Foundation und der Weltbank gefördert. Brij Kothari wurde 2009 von der Schwab Foundation als Social Entrepreneur of the Year (India) ausgezeichnet.
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22:03:00 10/15/12
Aufbruch Afrika: Kamerun - Die Fischer von Limbé
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Für die Fischer an Kameruns Küsten werden die Aussichten immer schlechter. Es gibt immer weniger Fische, ausländische Trawler haben die Gewässer fast leer gefischt. Auch in der kleinen Stadt Limbé im Südwesten Kameruns ist die Stimmung nicht besser. Ein ganzer Stadtteil lebt vom Fischfang. Weil die Familien keine Kühlmöglichkeiten haben, wird der Fisch noch vor Ort geräuchert. Doch das verschlimmert das Problem. Raphael Ayuk ist Direktor einer kleinen lokalen NGO, er sagt, dass die Einwohner mitverantwortlich sind. Denn zum Räuchern verwenden sie Holz aus Mangroven, die eigentlich als Laichplätze für die Fische dienen. Je mehr davon gefällt werden, desto weniger Fische gibt es deshalb. Kritisch sei auch, so Ayuk, dass die Familien direkt neben den Räucheröfen leben. Deshalb arbeitet Ayuk’s Organisation mit George Eyabi zusammen. Er hat Räucheröfen entwickelt, die beim Räuchern nur noch die Hälfte an Holz und Zeit verbrauchen. Außerdem sind die Öfen mit Filtern ausgestattet, die die giftigen Kohlendioxiddämpfe auffangen.
11/19/12
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