[LESS INFO] 50 VIEWS | ADDED 19:30:00 10/11/10
Fast ein Drittel aller weltweiten Korallenriffe gelten heute bereits als zerstört. Die Verschmutzung der Meere, Dynamitfischerei und der Klimawandel setzen den empfindlichen Ökosystemen immer mehr zu. Das Korallendreieck ist ein Seegebiet zwischen Indonesien, Malaysia, Papua-Neuguinea, Timor Leste, den Philippinen und den Salomonen. 2,4 Millionen Euro gibt die Bundesregierung, um die betroffenen Staaten bei ihrem Einsatz für die Korallenriffe zu unterstützen. Der Hauptanteil geht an Papua-Neuguinea. Die Zerstörung der Riffe hat weitreichende Folgen: hält der Prozess an, verlieren im Korallendreieck mehr als 200 Millionen Menschen ihre Nahrungsgrundlage. Denn sind die Korallen erst einmal abgestorben, geht auch der Fischbestand zurück. In der Bismarcksee bei Papua-Neuguinea finanziert das BMU ein Projekt der US-Naturschutzorganisation Nature Conservancy. Sie betreibt ein Programm, das ein Netzwerk an Schutzgebieten, die Unterstützung lokaler NGOs und die Aufklärung der Bevölkerung über die Notwendigkeit der Schutzmaßnahmen beinhaltet. Das Gewässer gilt als außerordentlich artenreich: 75 Prozent aller Korallenarten sind hier vertreten, außerdem mindestens 900 Fischarten, darunter Wale, Delphine und Haifische.