Global 3000: Das Globalisierungsmagazin
Global 3000 - das Globalisierungsmagazin auf DW zeigt, was uns heute bewegt - wie Menschen mit den Chancen und Risiken der Globalisierung...Business
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22:03:00 12/17/12
Begabung statt Behinderung - Social Entrepreneur Thorkil Sonne schafft Jobs für Autisten
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Der Däne Thorkil Sonne hat 2004 die IT-Firma "Specialisterne" gegründet, ein Consulting-Unternehmen, das bewusst Autisten beschäftigt. Diese Menschen verfügen häufig über bemerkenswerte Begabungen: ein hervorragendes Gedächtnis, Konzentrationsfähigkeit, Präzision und ein Auge für Details. Fähigkeiten, die sie für die Arbeit in Computer- und Softwarefirmen geradezu prädestinieren. Weil Sonne es als ungerecht empfand, dass Autisten praktisch vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind, handelte er. Sein ambitioniertes Ziel: weltweit eine Million Arbeitsplätze für Autisten zu schaffen. Inzwischen vermittelt Thorkil Sonne seine Autisten an zahlreiche Unternehmen - darunter auch Siemens und Microsoft - und er wirbt im Ausland für sein Modell. Sein Engagement hat einen persönlichen Hintergrund. Bei seinem Sohn Lars war frühkindlicher Autismus diagnostiziert worden. Als er sah, wie Lars eine Seite aus dem Europa-Atlas fehlerfrei aus dem Gedächtnis nachzeichnete, stand für Sonne fest: Autismus kann nicht nur eine Behinderung sein, sondern auch eine Begabung.
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22:03:00 12/17/12
Klima Peru: Bauern schützen sich gegen Klimaschäden
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An Perus Nordküste nimmt die Intensität und Häufigkeit von extremen Wetterereignissen und durch den Klimawandel zu. Gemeinsam mit einem lokalen Finanzinstitut hat die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) eine Klimaversicherung initiiert, die Bauern im Schadensfall hilft. Valentin Ruiz ist Vorsitzender der Genossenschaft der Bananenproduzenten der Region. Bei jedem Sturm fürchtet er den Ausfall der Ernte. Die Vorhersagen für El Niño machen ihm und seinen Bauern Angst. Doch sie wissen auch: an die Folgen des Klimawandels müssen sie sich anpassen. Sie haben die Initiative ergriffen und Geld für Dämme und Schutzwälle gesammelt. Auch die Regionalregierung hat das Problem erkannt und versucht, die Bauern zu unterstützen. Doch wer zahlt, wenn die Dämme brechen und die Ernte trotzdem zerstört wird? Gemeinsam mit lokalen Versicherungsunternehmen und finanzieller Hilfe des deutschen IKI-Programms wird jetzt eine Versicherung für Klimaschäden entwickelt. Langfristig soll so ein Markt geschaffen werden für innovative Versicherungsmodelle, die sich vor allem an Kleinbauern richten.
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22:03:00 12/17/12
Klima Benin - Biodiesel erleichtert den Alltag der Frauen
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Siebzig Prozent der Menschen im westafrikanischen Benin leben auf dem Land, die meisten ohne Strom. Nördlich der Hauptstadt Porto Novo betreut die französische Organisation Geres ein Projekt, das den Menschen hilft, ihre Lebensmittel mit Hilfe von Maschinen weiterzuverarbeiten. Das Projekt richtet sich vor allem an Frauen, die sich inzwischen zu Genossenschaften zusammengeschlossen haben. Für die Frauen im Departement Zou hat sich der Alltag grundlegend verändert. Früher brauchten sie Stunden, um beispielsweise Palmsamen zu Palmöl zu verarbeiten, jetzt macht das eine Maschine in wesentlich geringerer Zeit. Die Organisation Geres hat 35 Anlagen eingerichtet, mit denen die Frauen ihre Lebensmittel verarbeiten können. Da Diesel teuer ist, werden die Maschinen mit Biosprit angetrieben. Die Basis des Biosprits ist die heimische Jatropha-Pflanze, die im Departement Zou insgesamt auf 430 Hektar Land angebaut wird. Die Organisation Geres will den Anbau lokal auf den Bedarf der ländlichen Bevölkerung beschränken, der Export ist verboten. Die ungenießbare Pflanze soll hier keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung sein zum Anbau von Nahrungsmitteln. Acht Dörfer sind an dem Projekt beteiligt. Durch die Verwendung von Biosprit statt Diesel werden außerdem weniger Treibhausgase freigesetzt und die Umwelt geschont.
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Fragebogen - Tumaini Matinda aus Tansania
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Tumaini Matinda ist 33 Jahre alt und arbeitet als Reiseführer. Er fährt und organisiert Safaris für Touristen, die die Nationalparks besuchen. Sorgen macht ihm, dass einige Tierarten ihrer Hörner oder Zähne wegen vom Menschen ausgerottet werden könnten.
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22:03:00 12/10/12
Klimaschutz Äthiopien - Wenn der wilde Kaffee blüht
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Es war ein Jahre dauernder Kampf, doch seit 2010 sind sie endlich geschützt. Die Wildkaffeewälder Äthiopiens sind heute UNESCO-Biosphärenreservat. 5000 Kaffeevarietäten wachsen dort. Ein einmaliger genetischer Schatz der Erde. Die Wälder gehören zu den sogenannten Hotspots der Biodiversität, denn dort tummelt sich auch eine äußerst vielfältige Tierwelt. Drei Millionen Euro hat die Internationale Klimaschutzinitiative dafür zur Verfügung gestellt, denn der Wald speichert Kohlendioxid, pro Jahr 600 000 Tonnen. Beteiligt sind aber auch wichtige Organisationen in Äthiopien und der Naturschutzbund Deutschland, der die Aufbauarbeit vor Ort betreut. Das 760 000 Hektar große Waldgebiet ist die ‚grüne Lunge’ Äthiopiens und Heimat für seltene Affenarten; Leoparden und sogar Löwen. Mit dem Schutz des Kaffeewaldes wird auch eine einzigartige Kultur erhalten. Das Biosphärenprojekt arbeitet mit den Menschen und ist sehr vielschichtig: Eine Pufferzone darf weiter von den Menschen genutzt werden, unter anderem für die Ernte des Kaffees. Arbeitsplätze durch Tourismus sind im entstehen. Aufklärung und Weiterbildung der Bevölkerung sind ein wichtiger Bestandteil der Arbeit vor Ort.
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Wohnzimmer Sofia, Bulgarien
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Der Schriftsteller und Dichter Rumen Leonidov, 59 Jahre alt, lebt mit seiner Frau in Bulgariens Hauptstadt Sofia. Sein Wohnzimmer gleicht einer Bildergalerie. Und sein Auto einer "Bücherei"- er lagert viele seiner "Schätze" in einem alten Toyota, seinem ersten "Westauto".
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22:03:00 12/03/12
Ana Lilia Pérez - Ihr Kampf gegen Korruption
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Ana Lilia Perez kann in ihrer Heimat Mexiko nur noch mit schusssicherer Weste das Haus verlassen. Die 36-jährige Journalistin lebt gefährlich. Seit Jahren schreibt sie über Verflechtungen zwischen Politik, mexikanischer Mafia und der staatlichen Ölgesellschaft. Mehrere Morddrohungen hat sie bereits erhalten. Zwei ihrer Kolleginnen wurden 2011 gefoltert und ermordet. Zurzeit lebt die Journalistin in Deutschland auf Einladung der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte. Seit sechs Monaten ist Ana Lilia Perez in der Hansestadt - von hier aus arbeitet sie weiter. Ihren Job sieht sie als Berufung. Ihre persönliche Zukunft hingegen ist unsicher. Zurzeit lernt sie deutsch, um vielleicht länger in Deutschland zu leben und von hier aus zu berichten.
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22:03:00 12/03/12
Global Snack Südafrika
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Unser Global Snack kommt diesmal aus Kapstadt. Mitten im Zentrum betreiben die Brüder Edwin und Merwin Collins ihren Imbiss-Stand. Ganz typisch für Südafrika ist ein Grillgericht, das von den ersten europäischen Siedlern erfunden wurde, die Boerewors, die Bauernwurst. Den besonderen Geschmack geben aber vor allem die Saucen mit ihren ungewöhnlichen Gewürzen.
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Klima Mexiko - Wiederaufforstung und Wasserschutz
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Der Klimawandel ist im mexikanischen Chiapas bittere Realität: die Dürreperioden sind länger, die Regenzeiten kürzer geworden. Doch der Regen ist inzwischen so heftig, dass Erdrutsche ganze Dörfer unter sich begraben. Die Menschen vor Ort müssen sich davor schützen. Und als Bauern müssen sie sich gleichzeitig an den Klimawandel anpassen. Nicht einfach in einer der ärmsten Regionen Mexikos. Die Organisation The Nature Conservancy ist vor Ort aktiv, sie setzt vor allem auf langfristige Maßnahmen. Sie berät und schult die Bauern: Um das Wasser zu halten, sollen sie Bäume pflanzen, ihr Vieh so weiden lassen, dass die Tiere das Wasser speichernde Gras nicht zerstören. Und sie stellen ihre Landwirtschaft um: aus ihrer Milch produzieren sie nun ebenfalls Käse. Der Käse lässt sich auch in der Trockenzeit verkaufen. Nur so können die Bauern ihre Existenz sichern. Paradoxerweise ist das Wasser das wichtigste Gut in der Region. Denn Chiapas ist eine der bedeutendsten Quellen für Trinkwasser und Wasserkraft in Mexiko. Doch wegen der Erdrutsche versanden Flüsse und Staudämme.
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22:03:00 12/03/12
Bribery Act - Ein grenzübergreifendes Antikorruptions-Gesetz
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Korruption in der Wirtschaft - da geht es um viel Geld. Vor allem die Rüstungsindustrie ist für gewaltige Summen bekannt: erst kürzlich flog ein Deal auf. EADS, der Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern soll mit Schmiergeldzahlungen in Höhe von bis zu 100 Millionen Euro dafür gesorgt haben, dass die österreichische Regierung 15 Eurofighter einkauft. Auch in Großbritannien gab es mehrere Skandale in der Rüstungsindustrie. Vor gut einem Jahr ist im Vereinigten Königreich eines der weltweit schärfsten Anti-Korruptionsgesetze in Kraft getreten. Der UK Bribery Act stellt die aktive und passive Bestechung unter Strafe und er gilt nicht nur für britische Unternehmen, sondern für alle, die in irgendeiner Form in Großbritannien Geschäfte machen. Sozusagen ein Weltgesetz. Britische Richter können so auch Sanktionen verhängen, wenn Mitarbeiter eines Konzerns irgendwo auf der Welt einen Geschäftspartner schmieren.
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22:03:00 11/26/12
Info-Film Katar - wie klimaschädlich ist eigentlich ein Klimagipfel?
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Wie bekommt die Welt den Klimawandel in den Griff? Die Forderung ist eindeutig: der globale CO2-Ausstoß muss drastisch reduziert werden, um mindestens 25 Prozent. Dafür, treffen sich Politiker und Klimaschützer jährlich zu einer großen UN-Konferenz, diesmal in Doha im Wüstenemirat Katar. Und sie tun genau das, was sie doch eigentlich verhindern wollen: CO2 produzieren.
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22:03:00 11/26/12
Fragebogen Kambodscha
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Diesmal sind wir zu Gast In Phnom Phen, der Hauptstadt von Kambodscha. Kuy Savan arbeitet als Sicherheitsmann in einem Laden für Internet-Spiele. Ihm macht vor allem der Klimawandel Sorgen.
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22:03:00 11/26/12
Mosambik im Kohle-Rausch
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Vor wenigen Jahren wurden im Nordwesten des Landes die vielleicht größten Kohlevorkommen der Welt entdeckt. 23 Milliarden Tonnen des schwarzen Gesteins sollen in der Provinz Tete lagern - direkt unter der Erde, leicht abzubauen und in hoher Qualität. Internationale Bergbauunternehmen haben bereits Milliarden investiert, um den schwarzen Schatz zu heben, es winken satte Gewinne. Aber was hat die lokale Bevölkerung davon? Längst nicht alle sind vom Kohle-Rausch begeistert. Und die Regierung hat den internationalen Konzernen derart gute Konditionen bei der Vergabe der Lizenzen gegeben, dass von den Gewinnen nur wenig in der Staatskasse landet.
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22:03:00 11/26/12
Klima: Umwelt-Universität in Costa Rica
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Es geht um eine saubere Bilanz: als erstes Land der Welt will Costa Rica CO2-neutral wirtschaften. Ob das ehrgeizige Ziel wie angekündigt 2021 erreicht werden kann, entscheidet sich auch auf dem Campus der Earth University. Deren Studenten erproben klimaschonende Energieerzeugung, Agrar- und Abfallwirtschaft - und tragen ihr Wissen ins Land. Noch immer sind in Costa Rica schwere Umweltschäden zu sehen: bis in die 1980er Jahre waren drei Viertel des Regenwaldes zugunsten von Weideland gerodet worden - riesige Rinderherden zertrampelten den Boden Die Politik hat sich geändert: Man bemüht sich um Wiederaufforstung und sieht als wichtige Einnahmequelle den Ökotourismus. Die Earth University hat sich zum Ziel gesetzt, Fachwissen und Experten zur Verfügung zu stellen. Auf ihrem Campus bei San José wirtschaftet sie selbst klimaneutral. Mit Unterstützung des deutschen Umweltministeriums erforscht und lehrt die Einrichtung Methoden der Wiederaufforstung, die Erzeugung erneuerbarer Energien, klimaschonende Agrar- und Abfallwirtschaft. Und sie berechnen, die CO2-Belastung ihrer neuen Methoden.
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22:03:00 11/19/12
Klima Bosnien: Grüne Kredite für mehr Energie-Effizienz
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Bosnien hat in Sachen Energie-Effizienz großen Nachholbedarf. Die Industrie verbraucht mehr Energie als sein müsste und für viele Privathaushalte ist Klimaschutz kein Thema - denn oft ist den Menschen die nötige Technik schlichtweg zu teuer. Mit Hilfe von zinsgünstigen Darlehen soll sich das jetzt ändern. Klimaschutz muss man sich leisten können - und wollen. Beides ist in Bosnien noch ein Problem. Nach dem Krieg in den 90er Jahren und den aktuellen Auswirkungen der Finanzkrise haben Unternehmen und Bürger oft andere Sorgen als den Klimawandel. Dabei ist der Bedarf an klimaschonender Technik hoch. Der Anlagenpark der Industrie ist oft veraltet. Die Folge: der gleiche Produktionsprozess benötigt in einem bosnischen Industrieunternehmen wesentlich mehr Energie als in Deutschland. Vermeintlich hohe Kosten schrecken auch in der Bevölkerung oft diejenigen ab, die sich mit Klimaschutz beschäftigen. Nun sollen zinsgünstige Darlehen Investitionen erleichtern. Im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative hat die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein Kreditprogramm in Höhe von 15 Millionen Euro aufgelegt. Die Darlehen werden über die Raiffeisenbank in Bosnien an die Kunden ausgegeben. Die Ziele: Bewusstsein schaffen, Energie effizienter nutzen und den CO²-Ausstoß erheblich senken.
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22:03:00 11/19/12
Bauxit - Der Reichtum Guineas
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Guinea besitzt weltweit die größten Bauxitreserven. 80-85% der Exporterlöse Guineas stammen aus dem Verkauf des Rohstoffs, der zur Herstellung von Aluminium gebraucht wird. Trotzdem ist das Land bitterarm und profitiert bislang kaum von seinem Rohstoffreichtum. Seit zwei Jahren hat Guinea jetzt einen demokratisch gewählten Präsidenten. Alpha Condé versucht seitdem gegenzusteuern. Unter anderem mit einem neuen Bergbaugesetz, das höhere Steuern verlangt und dem Staat 15 % Anteile an den Minenunternehmen reserviert. Ein weiteres Problem: Im ganzen Land gibt es keine Fabrik, die Bauxit zu Aluminat und dann zu Aluminium weiterverarbeiten kann. Um aus dem Bauxit Aluminium herzustellen, muss das Mineral bis zu 1.000 Grad erhitzt werden. Eine Technik, die in Guinea aufgrund des Energiemangels kaum umzusetzen ist. Auch das ein Grund, warum das Land so wenig von seinem Rohstoffreichtum hat. Doch es herrscht Aufbruchstimmung. Immer wieder werden neue Rohstoffvorkommen entdeckt: Eisen, Gold, Diamanten und vor allem: Bauxit. Die Mine von Débélé wird von der russischen Firma Rusal betrieben. Im Gegensatz zu vielen anderen ausländischen Investoren unterstützt der Konzern junge Menschen mit einem speziellen Programm. Jedes Jahr finanziert er 100 von Ihnen ein Studium in Russland. Fünf Jahre verpflichten sie sich, für das Unternehmen zu arbeiten - danach können sie selbst entscheiden, wo sie arbeiten möchten.
01/30/12
